, Michael Wehrle

Eine frühe rote Karte mit Folgen

Der FC Baden verliert bei der U21 des FC Luzern mit 1:2 (1:1) – Abwehrspieler Patrick Muff fliegt vom Platz.

Der FC Baden musste auch im zweiten Auswärtsspiel die Heimreise mit leeren Händen antreten. Bei der U21 des FC Luzern unterlag der Aufsteiger in die Promotion League mit 1:2. Dabei spielten die Aargauer praktisch die gesamte Partie mit zehn Mann.

Und so standen die Badener bis zum Schlusspfiff unter Druck. Sie erspielten sich lediglich eine Torchance nach 25 Minuten, die zu einem Corner führte nach dem dann auch Abwehrchef Cedric Franek per Kopf zwischenzeitlich ausglich.

Mehr lag mit einem Mann weniger gegen die technisch guten, laufstarken jungen Luzerner nicht drin. Hätten die Badener komplett gespielt, wäre ein Punkt sicher im Bereich des Möglichen gewesen. Auch gegen die Luzerner zeigte die Mannschaft, dass sie sich in der dieser Liga vor niemanden verstecken muss.

Die Partie auf dem katastrophalen Rasen der Sportanlage Gersag in Emmenbrücke begann denkbar schlecht für die Gäste. Bereits in der 3. Minute flog Verteidiger Patrick Muff nach einer unglücklichen Aktion vom Platz. Er hatte im Strafraum seinen Gegner geklammert. Glück hatten die Badener dann aber beim fälligen Penalty, den knallte Lino Lang an die Latte.

Die rote Karte machte einen grossen Strich durch die Rechnung von Badens Trainer Michael Winsauer. Er hatte mit der üblichen Aufstellung begonnen, mit einer Dreierkette in der Abwehr. Nach dem Platzverweis musste er umstellen, auf eine Viererkette, davor ein Mittelfeld mit drei Mann. «Das hat meinen ganzen Matchplan über den Haufen geworfen», sagte Winsauer. Doch so etwas könne im Fussball halt passieren.

Hatten die Badener beim Penalty noch Glück gehabt, so kassierten sie wenig später doch den ersten Gegentreffer. Mihailo Stevanovic brachte die jungen Luzerner bereits nach gut zehn Minuten mit einem Kopfball in Führung. Nach dem Ausgleich hofften die Badener auf einen Punkt, hielten auch lange das Unentschieden. Eine Viertelstunde vor Schluss aber musste Torhüter Marvin Hübel doch noch das zweite Gegentor hinnehmen. Luca Jaquez erzielte auch das dritte Tor des Spiels per Kopf. Wieder hatten die Luzerner eine Standardsituation genutzt.

Die Probleme mit der Konzentration
«Das ist eine Sache der Konzentration, da müssen wir in Zukunft einfach aufmerksamer sein,» bemängelte Winsauer. Ansonsten mache er seiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf.  Sie habe gekämpft, defensiv gut gearbeitet und aus dem Spiel nur wenig zwingende Chancen des Gegners zugelassen. Umso ärgerlicher sei es dann, dass dieser Aufwand nicht belohnt worden sein. Keine Ausrede sei der schlechte Platz. «Ich habe gesagt, dass wir nicht lamentieren, sondern, die Umstände akzeptieren und das hat geklappt», betonte Winsauer.

Das sagt der Trainer
"Es ist nicht einfach, wenn du das ganze Match mit einem Mann weniger spielen muss. Ich habe die Szene mit Patrick Muff gesehen und denke, dass man die rote Karte geben kann. ich habe den Gegner vorher analysiert, aber nach der ersten Aktion des Spiels war bereits alles ganz anders. Wir waren gezwungen defensiv zu spielen und wollten unsere Chancen über Konter und Standardsituationen suchen."

Die Schlüsselszene
Kaum hatte die Partie begonnen, da sah der Badener Abwehrspieler Patrick Muff auch schon die rote Karte. Er agierte in der 3. Minute sehr unglücklich und hielt seinen Gegenspieler im Strafraum zurück. Über den Platzverweis gabs keine Diskussionen. Den fälligen Penalty knallte der Luzerner Lino Lang dann allerdings an die Latte.

Telegramm

Luzern U21 - FC Baden 2:1 (1:1)

Baden: Hübel; Brack (46. Weilenmann), Laski, Franek, Muff, Romano; Ladner (46. Weber), Cirelli; Jakovljevic (84. Capone); Giampà, Teichmann (69. Chirulli).Tore: 11. Stevanovic 1:0. 26. Franek 1:1. 73. Jaquez 2:1. - Bemerkungen: Baden ohne Brunner (verletzt). - Rot: 3. Muff.