, Nik Dömer, AZ

Kein Aargauer Derby in der 1. Liga – warum der FC Wohlen und der FC Baden nicht aufeinandertreffen

Die Einteilung in der 1. Liga Classic wurde am Montag bekannt gegeben. Der Promotion-League-Absteiger FC Baden kehrt zurück in die Gruppe 3. Somit steht fest: Es wird keine Aargauer Derbys gegen den FC Wohlen (Gruppe 2) in der Saison 2025/26 geben.

Es ist eine kleine Enttäuschung für den Aargauer Fussball: In der kommenden Saison der 1. Liga Classic wird es kein Derby zwischen dem FC Baden und dem FC Wohlen geben. Die Abteilung «Erste Liga» des Schweizerischen Fussballverbands hat am Montag die Gruppeneinteilung bekannt gegeben. Absteiger FC Baden landet in der Gruppe 3, der FC Wohlen bleibt in der Gruppe 2.

Für den FC Wohlen ist das eigentlich keine grosse Überraschung. Bereits in den letzten Jahren war er in dieser Gruppe der Aargauer Vertreter. Neu sind für ihn die Gegner SC Buochs, Old Boys, Zug 94 (mit Ex-Baden-Stürmer Chris Teichmann) und SR Delémont. Auch dem FC Baden ist die Gruppe 3 nicht unbekannt: Vor dem Aufstieg in die Promotion League 2021 spielte er dort bereits gegen Mannschaften wie Freienbach, Tuggen und Eschen/Mauren.

Effektiv hat es das Aargauer Derby in der 1. Liga Classic zwischen dem FC Baden und dem FC Wohlen in jüngerer Vergangenheit nur zweimal gegeben. Zwischen 2019 und 2021 waren beide Aargauer Vertreter zwar während zweier Saisons in der Gruppe 2 eingeteilt, die Spielzeiten fanden jedoch coronabedingt nur in verkürzter Form statt.

FC Baden muss dreimal ins Tessin reisen

Doch was ist eigentlich das Problem? Für die Gruppeneinteilung werden von der Liga folgende Faktoren berücksichtigt: geografische und verkehrstechnische Aspekte, Verteilung der U21-Teams, Verteilung der beiden Promotion-League-Absteiger und Integration der 2.-Liga-Inter-Aufsteiger nach Region.

Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren hat also der SR Delémont, der ebenso wie der FC Baden aus der Promotion League abgestiegen ist, den Vorzug für die Gruppe 2 erhalten. Er trifft dort auf andere Konkurrenten aus dem Kanton Jura. Die Badener müssen sich hingegen hauptsächlich mit Ost-Mannschaften und drei Tessiner Klubs zufriedengeben.

Beim FC Wohlen sowie auch beim FC Baden nimmt man die Einteilung ohne grossen Groll zur Kenntnis. Gregorio Trovato, Leiter Ressort Sport, sagt: «Natürlich hätten wir sehr gerne ein Derby gehabt, solche Spiele ziehen viele Zuschauer an. Aber wir gehen davon aus, dass die Liga nach bestem Wissen und Gewissen einteilt, entsprechend akzeptieren wir den Entscheid.» Ähnlich klingt es auch beim FC Baden. Dort betont Präsident Hermi Löhrli: «Ein Aargauer Derby ist immer etwas Spezielles, wir hätten uns sehr gerne mit Wohlen gemessen. Aber schlussendlich wollen wir uns nicht über die Einteilung beklagen. Wenn wir wieder aufsteigen möchten, müssen wir jeden Gegner bezwingen können.»