Der FC Baden verliert 0:3 (0:2) und kassiert die erste Niederlage in der Meisterschaft.
Das dritte Spiel in sieben Tagen war wohl eines zu viel für den FC Baden. Beim Gastspiel im Paul-Grüninger-Stadion des SC Brühl St. Gallen lief nach einem ganz ordentlichen Beginn nicht mehr viel zusammen. Erstmals nach seiner Verletzung stürmte Joël Brack wieder in der Starformation. Er ersetzte den verletzten Captain Davide Giampà. An Brack lag es nicht, dass die Badener im Angriff nur sehr wenig zustande brachten. Er bemühte sich nach Kräften, konnte sich aber auch nie entscheidend durchsetzen.
Die Badener bestimmten die ersten Minuten des Spiels, kontrollierten Ball und Gegner. Nicola Peter und Elmedin Fazlic kamen nach Eckbällen zu zwei Kopfballchancen. Bei Peter flog der Ball drüber, bei Fazlic stand Brühls Goalie Calvin Heim goldrichtig.
Praktisch aus dem Nichts ging Brühl in Führung. Nach einem Einwurf, den die Badener dem Gegner schenkten und auch noch die Konzentration wegen Reklamierens verloren, kam Felipe Martins Dorta an den Ball und schlug eine weite Flanke. Sanijel Kucani stürmt heran und wuchtete freistehend den Ball mit dem Kopf ins Netz. Der FC Baden steckte den Treffer zunächst gut weg, suchte mit gepflegtem Spiel den Weg zum Tor. Gefährlich wurden die Gäste mit einem Kopfball von Patrick Gjidoda. Zu weiteren, guten Chancen kamen sie nicht. Auf der Gegenseite wurden die Brühler mit ihren Kontern immer gefährlicher.
Der Hammer in der Nachspielzeit
Noch schien für Baden nichts verloren. Doch dann kam die Nachspielzeit. Von der linken Seite trat Jan Wörnhard einen Freistoss. Die Badener wehrten ihn ab, versuchten nach vorne zu spielen, kamen dabei unter Druck, die Kontrolle ging verloren, der Ball rollte Richtung Mittellinie. Von hinten preschte Torschütze Kucani heran, hämmerte fünf Meter hinter der Mittellinie in der Badener Hälfte auf den Ball und der flog ins Tor: 2:0.
Nach der Pause spielten die St. Galler die Partie lange Zeit souverän herunter. Baden kam nicht wirklich gefährlich auf. Erst zehn Minuten vor Schluss setzte Yannick Scheidegger den Ball aus 20 Metern knapp neben das Tor, dann hatte Brack noch eine Möglichkeit. Im Gegenzug aber machte Aptül Samet Cicek, kurz zuvor eingewechselt, freistehend aus 16 Metern alles klar. Obwohl sich die Badener nochmals redlich bemühten, der Ehrentreffer wollte nicht gelingen. Unrühmlich nahm das Spiel bereits nach vier Minuten für den eingewechselten St. Galler Leo Peric ein schnelles Ende. Er sah nach einer Tätlichkeit kurz vor Schluss die rote Karte.
«Ich kann niemanden einen Vorwurf machen», analysierte Colatrella. Die Mannschaft sei müde gewesen, vor allem auch im Kopf, habe nicht agiert, zu kompliziert den Weg zum Tor gesucht. «Wenn wir in Führung gehen, können wir es vielleicht heimschaukeln, aber mit dem Rückstand ging dann nicht mehr allzu viel, trotz aller Bemühungen», sagte er.
Das Telegramm
Brühl St. Gallen – FC Baden 3:0 (2:0)
Paul-Grüninger-Stadion. – SR: Schelb. – Tore: 12. Kucani 1:0. 48. Kucani 2:0. 82. Cicek 3:0.
Baden: Mazzeo; Kunz (68. Popov), Monney, Fazlic, Romano (74. Sljivar); Sadrijaj; Peter, Kasongo, Morina (46. Scheidegger); Gjidoda (68. Vukasinovic), Brack (83. Gjikollaj.
Bemerkungen: Baden ohne Giampà, Iodice, Zivkovic, Haile-Selassie, Solimando (alle verletzt). Aboubakar, Djordic (beide nicht im Aufgebot). – Rot: 91. Peric (Tätlichkeit) – Gelb: 59. Kasongo (Foul). Martic (Reklamieren). 83. Kucani. Brack (beide Foul). 91 de Freitas (Reklamieren).