Baden jubelte, als im Esp das Licht ausging

Saison 2004/2005 / Challenge League
Der Tabellenletzte kämpt sich mit einem 1:0 gegen Baulmes über den Strich.
Verteidiger Hervé Bochud erlöste den FC Baden: Sein Tor in der 73. Minute war gleichbedeutend mit dem Abschied vom Tabellenende. Die Aargauer liegen vor dem letzten Spiel gegen Wohlen nun einen Punkt vor Bulle.

Der Jubel im Esp war grenzenlos. Sogar die Götter feierten mit und sandten ein Feuerwerk vom Himmel. Ein Blitz legte unmittelbar nach Spielschluss die Stromversorgung im Stadion Esp lahm. Dunkle Kabinengänge und streikende Duschen waren die Folge. Doch für die Bierdusche war gesorgt, die Stimmung entsprechend ausgelassen. Baden feierte den 1:0 Sieg gegen Baulmes un den Abschied vom Tabellenende wie den Gewinn der Meisterschaft. Sogar die entsprechenden Trikots waren gedruckt und von den Spieler übergestreift worden. «Mit Herz dabei!» prangte auf der Brust der Sieger. Die Trokots waren eine Idee von Giuseppe Mazzarelli. Die Motivationsspritze hat offensichtlich gewirkt.
Gefeierter Held war der 24-Jährige Hervé Bochud. Sein Kopftor in der 73. Minute nach einem Corner Santiago Kuhls brachte die Entscheidung gegen ein Baulmes, das mit allen Mitteln dagegenhielt. Bochud, der im Mai 2004 einen Kreuzbandriss erlitt, kam als «Mitbringsel» von Trainer Maurizio Jacobacci zu Beginn der Rückrunde nach Baden. Beide waren in der Saison vor bei Delémont angestellt. Die Leidenszeit des Verteidigers, der ein langes Aufbautraining hinter sich hat und erst drei Einsätze für Baden absolvierte, fand am Sonntag vor 1120 Zuschauen ein glückliches Ende. Und gleichzeitig ging acuh die Leidenszeit des FC Baden zu Ende. Seit der neunten Runde lagen die Aargauer auf dem letzten Platz. Vor einem «ganz neuen, unbeschreiblichen Gefühl» sprach deshalb Flügelspieler Mirsad Mijadinoski. «Es ist eine Riesenleistung der Mannschaft, dass sie es geschafft hat, das Tabellenende zu verlassen», sagte der Schütze des Siegtores, «das zeugt von Moral». Und Moral musste der FC Baden in der Tag beweisen, sowohl während der Aufholjagd in der Rückrunde als auch im Spiel gegen Aufsteiger Baulmes. Die ersten Minuten gestalten sich mühsam. Erst nach etwa 30 Minuten bekann die Esp-Equipe Ball, Spiel und Nerven besser in den Griff. Einen herben Rückschlag galt es in der 58. Minute zu verarbeiten. Santiago Kuhl seinen Foulpenalty von Torhüter Anthony Favre pariert. Kuhl wusste sich aber bei Torschütze Bochud zu bedanken, der wohl demnächst eine Kiste Bier in Empfang nehmen darf. Geschenke blieben in dem hart umkämpften Spiel aber die Ausnahme. Baden hatte zwar mehr vom Spiel, die zwingenderen Chancen besass indes Baulmes. Von einem «schwierigen Spiel und einem zweikampfstarken» Gegner sprach denn auch der «Vater des Erfolgs», Baden-Trainer Maurizio Jacobacci. Zwölf Punkte lag Baden bei Saisonhälfte hinter Bulle zurück, das nach der 2:7 Niederlage gegen La-Chaux-de-Fonds die rote Laterne übernommen hat. «Ich habe meinen Spielern gesagt, dass heute der entscheidende Tag sein wird», erklärte Jacobacci. Doch die letzte Hürde gilt es am kommenden Samstag zu nehmen. Dann soll im Esp die grosse Party steigen. Im Aargauer Derby gegen Wohlen kann Baden endgültig alles klar machen.

PLATZNACHBARN AM STADTRAND

Die Sportanlage Esp als gemeinsame Heimat des FC Baden und des FC Fislisbach.
«In einer Zeit, wo vielerorts der Rückzug auf die eigene Position propagiert und angetreten wird, sind in …Fislisbach erste und vermutliche entscheidende Schritte zu einer gemeinsamen Lösung gewagt worden. Dafür bedurfte es jahrelanger Bemühungen, und auch bittere Rückschritte mussten in Kauf genommen werden. Die Politik kleiner gemeinsamer Schritte hat in der Region Baden die futuristischen Projekte einer Grossregion Baden der sechziger Jahre abgelöst. Mit diesen Worten begrüsste ein Redaktor des Badener Tagblatts in seinem Kommentar vom Juni 1983 den Entscheid der Stimmbürger der Gemeinde Fislisbach zu einem gemeinsamen Vorgehen mit der Stadt Baden beim Bau einer neuen Sportanlage im Gebiet Esp – und ordnete das Projekt zu gleich in einen grösseren regionalpolitischen Zusammenhang ein.

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Der Abstieg aus der NLB

Maurizio Jaccabacci der im Mai 2005 noch den sensationellen Ligaerhalt mit dem FC Baden gefeiert hat, hat dem FC Baden eine Absage für die neue Saison erteilt. Jacobacci fehlte die sportliche Perspektive bei Baden, dass heisst das Budget für die Bildung einer schlagkräftigen, ambitiösen Challenge League Mannschaft erschien ihm zu klein. Der FC Baden verpflichtet Thomas Wyss als neuen Trainer. Seine Bereitschaft, mit „wenig finanziellen Mitteln“ eine schlagkräftige Mannschaft zu bilden, half den Vereinsverantwortlichen bei der Entscheidungsfindung sehr.
Vor einer schönen Kulisse von 820 Zuschauern im Stadion Esp startet der FC Baden mit einem 1:1 Unentschieden gegen …

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Mit Herz steig man nicht ab

In der Nationalliga B Saison 2004/2005 holte der FC Baden seinen 1. Sieg erst am 24. Spieltag (von 34) auswärts gegen den FC Meyrin. Bis dahin holte man lediglich 4 Punkte, lag abgeschlagen am Tabellenende. Der rettende Nichtabstiegsplatz war schon zur Winterpause in weite Ferne gerückt..

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Vom Esp in die Schlagzeilen und wieder zurück

Sie sind treu und teilen ihre Verbundenheit mit dem Fussball und der Stadt Baden: die Fans des FC Baden. Einige von ihnen waren auch schon in den Schlagzeilen: „Wüste Ausschreitungen: Fans des FC Baden randalieren in Solothurn“ titelte die Aargauer Zeitung vor über einem Jahr. Seither hörte man nichts mehr von diesen Fans. Was ist geschehen, dass es um sie hreum ruhiger geworden ist?

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WER HAT ANGST VOR DRACULA?

Der Sommer steht vor der Tür. Da ist auch der FC Baden nicht weit, der mal wieder an die Pforte der Promotion League klopft. Schafft der Traditionsverein den längst fälligen Aufstieg? In seinen erfolgreichsten Zeiten kickte der FC Baden in der damaligen Nationalliga A. Gegründet wurde der Verein 1897. Im gleichen Jahr erblickte die Alte Dame in Turin das Licht der Welt und erschien die Erstausgabe des Romans «Dracula» des irischen Autors Bram Stoker.

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