, Alexander Wagner
Baden bleibt in der Spitzengruppe
Der Platz im Tessin entspricht nicht gerade den Traumvorstellungen eines Fussballers. Das Feld hat die maximale Grösse, ist mit Unkraut überwachsen und die zahlreichen Löcher wurden mit Sand aufgefüllt. So hat Badens Trainer Genesio Colatrella seine Mannschaft bereits vor dem Spiel darauf hingewiesen, harte und präzise Pässe zu spielen, weil der Ball jederzeit hängenbleiben kann. Und genau das wurde nicht Baden, sondern dem Heimteam aus Mendrisio zum Verhängnis. Ein Rückpass der Tessiner geriet zu kurz, Alessandro Barletta reagierte hervorragend, ging dazwischen und konnte bereits in der vierten Minute den Führungstreffer erzielen. «Das hat uns natürlich in die Karten gespielt», war auch der Cheftrainer erleichtert. Mit dieser frühen Führung ging es vor knapp 500 Zuschauern bei schwül-heissen Temperaturen in die Kabine.
Barletta mit drei Treffern
Nach dem Seitenwechsel war es erneut der 22jährige Barletta der in der 53. Minute mit seinem zweiten Tor die Führung ausbauen konnte. Der offensive Mittelfeldspieler kam auf diese Saison hin von der U21 des FC Winterthur ins Esp. «Er fügt sich hervorragend bei uns ein», freut sich der Trainer. Und er ist vielseitig einsetzbar, was einen Spieler immer noch wertvoller macht. «Er kann im Zentrum eingesetzt werden oder über die Seiten. Er ist technisch gut und schnell», beschreibt ihn Colatrella. Zwar gelang den Tessinern noch der Anschlusstreffer, was die Badener kurz nervös werden lies. Doch erneut war es Barletta, der mit seinem dritten Treffer alles klar machte. Er setzt noch einen Kopfball an den Pfosten und schrammte haarscharf an seinem vierten Goal vorbei. «Insgesamt hatten wir die Partie sowohl in der Defensive als auch in der Offensive im Griff», bilanziert der Trainer. «Es war wichtig, nach der Heimspielniederlage gegen YF Juventus eine Reaktion zu zeigen», unterstreicht der Cheftrainer. Owen Lewis setzte mit dem vierten Treffer vier Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt. Ebenfalls erfreulich ist, dass Baden keine einzige gelbe Karte kassiert und somit auch kein Spieler wegen einer Sperre nicht eingesetzt werden kann. Sowie die Unterstützung der treuen Fans, welche die weite Reise ins Tessin auf sich genommen haben. «Die Fans haben uns hervorragend unterstützt», freut sich der Trainer.
Unfreiwillige Pause
Eigentlich wäre am Samstag die nächste Partie im heimischen Esp auf dem Programm gestanden. Doch es ist Länderspielpause und der Gegner Eschen/Mauren muss Nationalspieler für Liechtenstein abstellen, so dass die Begegnung verschoben werden musste. Somit spielen die Badener, die sich in der Spitzengruppe festgesetzt haben, erst am Samstag, 13. September wieder auswärts in Tuggen. «Eigentlich bleibe ich lieber im Rhythmus», freut sich Colatrella nur mässig über die unerwartete Pause, die er mit internen Testspielen überbrücken will. Aber für die angeschlagenen Spieler ist es eine willkommene Auszeit, um sich vollständig auszukurieren. Das nächste Heimspiel im Esp ist erst am Samstag, 20. September gegen Taverne.